Gefährlicher Hund = aggressiver Hund? Aggressiver Hund = gefährlicher Hund? mit Dr. Christina Sigrist

Leitung:
Dr. med. vet.Christina Sigrist, Verhaltenstierärztin
Besonderheiten, Schwierigkeiten und Fehlerquellen bei der Gefährlichkeits-beurteilung von Hunden

Hunde dürfen, so schreibt es die Schweizerische Tierschutzgesetzgebung vor, weder Menschen noch Tiere gefährden. Mit übermässig aggressiven Hunden darf nicht gezüchtet werden bzw. die gesteigerte Aggressivität darf kein absichtlich oder unabsichtlich anvisiertes Zuchtziel sein. Und Hunde, die durch übermässiges Aggressionsverhalten auffallen, müssen selbst dann, wenn sie (noch) nicht zugebissen haben, von autorisierten Personen an die zuständigen Amtsstellen gemeldet werden. Eine Anleitung, wie man zu einer möglichst objektiven und korrekten Gefährlichkeitsbeurteilung eines aggressiven Hundes kommt, gibt es allerdings nicht. Im Umgang mit eigenen oder fremden Hunden, sei es als Halter, Ausbildender, Betreuender, Züchter oder Vermittler ist es deshalb unerlässlich, die Besonderheiten, Schwierigkeiten und Fehlerquellen bei der Einschätzung und Beurteilung der potenziellen oder tatsächlichen Gefährlichkeit eines Hundes zu kennen und zu berücksichtigen. Dies beginnt mit der korrekten Verwendung geläufiger Begriffe im Zusammenhang mit Gefährlichkeit und Aggressivität, schliesst eine kompetente Bestimmung des oder der vermuteten Aggressionstypus voraus und endet bei der Empfehlung oder Umsetzung von effektiven, praktikablen und verhältnismässigen Präventiv-Massnahmen. Denn, auch wenn es bei erster, oberflächlicher Betrachtung oft anders erscheint: ein gefährlicher Hund ist nicht zwingend aggressiv. Ebenso wenig ist ein aggressiver Hund selbstredend auch gefährlich.

Inhalt:
- Begriffe, Definitionen und Gesetzgebung betreffend gefährliche und aggressive Hunde
- Verhaltensbiologie und Psychologie der Aggression
- Aggressivität und Gefährlichkeit
- Andere Gefährlichkeitsfaktoren
- Vor-und Nachteile gängiger Methoden der Gefährlichkeitsbeurteilung
- Management-, Selbstschutz- und Präventiv-Massnahmen im Umgang mit gefährlichen und aggressiven Hunden
Kursnummer
200304
Ziel
Besonderheiten und Schwierigkeiten bei der Gefährlichkeitsbeurteilung von Hunden kennen und berücksichtigen, Fehlerquellen bestmöglich ausschliessen
Ort
Certodog®-Zentrum / FarmersPlace, Gewerbestrasse 111, 5314 Kleindöttingen (Burlen)
Anforderungsprofil
Dieser Kurs steht allen interessierten Personen offen.
Ausbildungskonzept
Dieser Kurs zählt zur modularen HIK-2 oder HIK-3 Ausbildung.
Maximal 30, minimal 10 Teilnehmer
Kosten
Fr. 350.- exkl. Mittagessen.

Maximal 6 Hunde möglich für die praktische Arbeit am zweiten Tag - die ersten 6 Anmeldungen mit Hund werden berücksichtigt.
Bitte beachten Sie, dass die Hunde jeweils nur kurzzeitig, evtl. aber wiederholt zum Einsatz kommen und in der übrigen Zeit so untergebracht werden müssen, dass sie gegebenenfalls abschalten und sich erholen können

Bei einer Annullation erheben wir eine Bearbeitungsgebühr von Fr. 50.-.
Zusätzlich zur Bearbeitungsgebühr stellen wir Ihnen folgende Annullationskosten in Prozenten der Kurskosten in Rechnung: Bis 91 Tage 0%, 90-61 Tage 50%, 60-0 Tage vor Kursbeginn 100%. Certodog behält sich das Recht vor bei einer geringen Anzahl Teilnehmer den Kurs zu verschieben oder abzusagen.
Versicherung ist Sache des Teilnehmers.
Zertifizierung
Eintrag im kynologischen Ausbildungspass. Es werden keine Teilnahmebestätigungen ausgestellt.
Sollten Sie keinen kynologischen Ausbildungspass haben, können Sie bei Seminarbeginn einen verlangen.

Programm:

Datum Zeit Titel Beschreibung Raum
21.03.202009:00 - 17:00Gefährlicher Hund = aggressiver Hund? Aggressiver Hund = gefährlicher Hund?Theorie1
22.03.202009:00 - 17:00Gefährlicher Hund = aggressiver Hund? Aggressiver Hund = gefährlicher Hund?Theorie und Workshop1