Was "Angsthunde" wirklich brauchen mit Dr. Christina Sigrist

Leitung:
Dr. med. vet.Christina Sigrist, Verhaltenstierärztin
Hilfe zur Selbsthilfe für schreckhafte, furchtsame, ängstliche oder gar panische Hunde

Angst hat sehr unterschiedliche Gesichter und ist entsprechend vielursächlich. In bedrohlichen und potenziell gefährlichen Kontexten erfüllt sie einen mitunter lebenswichtigen Zweck, indem sie den Rückzug, das Verharren und Abwarten im Sicherheitsbereich oder den bewussten Verzicht auf eine Exposition und Interaktion ansteuert. Immer aber handelt es sich um eine negative bis aversive Emotion, die abhängig von ihrer Intensität, Häufigkeit und Dauer die Lebensqualität des betroffenen Individuums situativ, längerfristig oder schlimmstenfalls mehr oder weniger permanent beeinträchtigen, und sich dann sogar als für dieses lebensfeindlich herausstellen kann.
Unter Angststörungen leidenden Hunden muss kompetent, zielführend, selbstwirksam, aber auch tierschutzkonform geholfen werden. Hilfe zur Selbsthilfe anbieten, heisst, das Selbstvertrauen, das Sicherheitsempfinden, das Offensein für neue (Lern)Erfahrungen bzw. das Ausprobieren von neuen Bewältigungsstrategien, die Resilienz beim Angsthund stärken und so ihn einschüchternde Ausseneinflüsse für ihn berechenbar und handelbar machen. Hilfe zur Selbsthilfe bedeutet aber auch, auf konsequentes Vermeiden, auf Ignorieren, gutgemeinten Zuspruch, Locken oder gar auf unfreiwilliges systematisches Exponieren/Konfrontieren zu verzichten.

Themen/Inhalte:
- Die vielen Gesichter der Angst
- Typische Charakteristik verschiedener Angststörungen (Bezeichnung, Erscheinungsbilder, Ursachen, Gemeinsamkeiten und Unterschiede)
- Verhaltenstherapeutische Toolbox (Schwerpunkt Etablieren von neuen Bewältigungsstrategien, Förderung von Resilienz und Selbstwirksamkeit, Desensibilisierung und Gegenkonditionierung bzw. Konditionierung von (positiven) emotionalen Reaktionen) und therapeutische No Go’s
Kursnummer
230803
Ziel
Die Teilnehmenden lernen...
- Angststörungen verstehen, erkennen und benennen
- Geeignete und tierschutzkonforme verhaltenstherapeutische Methoden kennen und anwenden
Ort
Certodog®-Zentrum / FarmersPlace, Gewerbestrasse 111, 5314 Kleindöttingen (Burlen)
Anforderungsprofil
Dieser Kurs steht allen interessierten Personen offen.
Ausbildungskonzept
Dieser Kurs zählt zur modularen HIK-2 oder HIK-3 Ausbildung und als Weiterbildung für NHB-Fachpersonen.
Maximal 25, minimal 8 Teilnehmer
Kosten
Fr. 350.- exkl. Mittagessen.

Es können an beiden Tagen max. 6 Hunde mitgebracht werden, mit denen verhaltenstherapeutische Trainingsansätze geübt werden. Wichtig! Die Hunde müssen nicht unter Angststörungen leiden und werden selbstverständlich keinen für sie bedrohlichen Reizen/Situationen ausgesetzt! Es gilt die Reihenfolge der Anmeldung.

Bei einer Annulation erheben wir eine Bearbeitungsgebühr von Fr. 50.-.
Zusätzlich zur Bearbeitungsgebühr stellen wir Ihnen folgende Annulationskosten in Prozenten der Kurskosten in Rechnung: Bis 91 Tage 0%, 90-61 Tage 50%, 60-0 Tage vor Kursbeginn 100%. Certodog behält sich das Recht vor bei einer geringen Anzahl Teilnehmer den Kurs zu verschieben oder abzusagen.
Versicherung ist Sache des Teilnehmers.
Zertifizierung
Jeder Teilnehmer erhält ein Zertifikat und Eintrag im kynologischen Ausbildungspass.
Sollten Sie keinen kynologischen Ausbildungspass haben, können Sie bei Seminarbeginn einen verlangen.
Besonderes
Mitbringen:
Schreibmaterial, bei Praxiskursen wetterfeste Kleidung

Programm:

Datum Zeit Titel Beschreibung Raum
19.08.202309:00 - 17:00Was "Angsthunde" wirklich brauchenTheorie mit praktischen Übungs-Sequenzen1
20.08.202309:00 - 17:00Was "Angsthunde" wirklich brauchenTheorie mit praktischen Übungs-Sequenzen1